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    KI-Assistent
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    Wenn KI-Assistenten falsche Angaben über Ihr Unternehmen nennen

    Ein Interessent fragt ChatGPT nach Ihrem Unternehmen und bekommt einen Preis genannt, den Sie seit zwei Jahren nicht mehr nehmen. Oder eine Leistung, die Sie nie angeboten haben. Er wird Sie darauf nicht ansprechen. Er rechnet damit und entscheidet danach.

    Wir finden heraus, welche Angaben über Sie im Umlauf sind und aus welcher Quelle sie stammen.

    Was uns in Messungen begegnet ist

    Veraltete Preise, die auf der Anbieterseite längst anders stehen. Leistungen, die es so nicht gibt. Überholte Zertifizierungsangaben. In den Fällen, die wir zurückverfolgt haben, stammten diese Angaben nicht von der eigenen Website des Unternehmens, sondern aus älteren Einträgen an anderer Stelle.

    Neben Preisen betrifft es häufig Produktdaten. In Antworten erscheinen Produkte, die ein Unternehmen nicht mehr anbietet, oder Leistungsbeschreibungen, die nicht mehr zum aktuellen Angebot passen. Bei Dienstleistern sind es eher Schwerpunkte, Referenzen oder Angaben zu einzelnen Personen.

    Besonders relevant kann das bei regulierten oder erklärungsbedürftigen Produkten sein. Werden veraltete Produktdaten, Preise oder Leistungen genannt, sollte zunächst geklärt werden, woher die Angabe stammt und welche aktuelle Information an ihre Stelle treten kann.

    Woher solche Angaben stammen

    Typische Quellen falscher Angaben
    Quelle Warum sie weiterwirkt
    Verzeichniseinträge Branchenverzeichnisse und Plattformen führen Angaben weiter, die vor Jahren einmal stimmten. Viele Unternehmen wissen nicht mehr, wo sie überall gelistet sind.
    Presseartikel und Fachbeiträge Ein Artikel von 2023 nennt einen Preis oder eine Zahl. Der Artikel bleibt online und wird weiter als Quelle herangezogen.
    Portalprofile Profile auf Vergleichs- und Anbieterportalen werden selten gepflegt, ranken aber oft besser als die eigene Website.
    Eigene alte Seiten Unterseiten, Landingpages aus Kampagnen oder PDF-Dateien, die nie entfernt wurden.

    Warum die Angaben bleiben

    Es widerspricht ihnen niemand. Ihre aktuelle Preisseite existiert, wird aber bei der Frage nicht herangezogen, weil eine andere Quelle zu dieser Formulierung besser passt. Solange nichts Aktuelleres an derselben Stelle steht, bleibt die alte Angabe im Umlauf.

    Was wir nicht können. Eine Angabe aus einem KI-System löschen lassen. Das kann niemand von außen. Wir finden die Quelle. Ob sie sich ändern lässt, hängt davon ab, wem sie gehört.

    Was sich korrigieren lässt und was nicht

    Handlungsmöglichkeiten nach Quellenart
    Fall Was möglich ist
    Die Quelle gehört Ihnen Direkt änderbar. Der häufigste und einfachste Fall.
    Verzeichnis oder Portal Meist über das eigene Profil änderbar, manchmal nur auf Anfrage beim Betreiber.
    Fremder redaktioneller Artikel Nur mit Zustimmung der Redaktion. Häufiger Weg ist, eine aktuellere eigene Quelle zu schaffen, die besser zur Frage passt.
    Quelle nicht ermittelbar Kommt vor. Dann bleibt nur, die richtige Angabe an der Stelle sichtbar zu machen, an der die Frage beantwortet wird.

    Wie wir vorgehen

    Wir stellen die Fragen, die Ihre Kunden über Sie stellen würden, an ChatGPT, Perplexity und Google. Jede mehrfach, weil die Antworten schwanken. Was über Sie gesagt wird, wird festgehalten und mit dem verglichen, was tatsächlich stimmt. Zu jeder Abweichung suchen wir die Quelle.

    Wir priorisieren die Abweichungen danach, welche davon für die Entscheidung eines Kunden tatsächlich ins Gewicht fallen. Ein falscher Preis bei Ihrem meistgefragten Angebot wiegt schwerer als eine veraltete Angabe an einer Stelle, die selten abgefragt wird. Zu jeder Abweichung steht, aus welcher Quelle sie stammt und welche Ihrer eigenen Seiten die richtige Angabe an dieser Stelle sichtbar machen sollte.

    Sie bekommen eine Liste: welche Aussage, in welchem System, aus welcher Quelle, und was sich dagegen tun lässt. Die Korrekturen führen Sie selbst durch oder lassen sie von Ihrer Agentur durchführen. Haben Sie dafür niemanden, empfehlen wir Ihnen jemanden.

    Ob Ihr Unternehmen bei Kaufanfragen überhaupt genannt wird, ist eine andere Frage. Sie gehört zur selben Auswertung und steht auf der Seite KI-Sichtbarkeit messen.

    Was wird im ersten Gespräch geklärt?

    Welche Angaben Ihnen aufgefallen sind, welche Fragen wir prüfen und ob sich der Aufwand lohnt. Danach bekommen Sie ein schriftliches Angebot. Die Prüfung beginnt erst nach Beauftragung.

    Häufige Fragen

    Ist das ein KI-Faktencheck mit Quellenbereinigung?

    Den Abgleich machen wir. Wir dokumentieren, was über Sie gesagt wird, gleichen es mit dem aktuellen Stand ab und suchen die Quelle. Nicht in jedem Fall lässt sie sich eindeutig bestimmen, das steht dann im Bericht. Die Änderung einer Quelle führen Sie durch oder Ihre Agentur. Bei fremden Quellen sagen wir, welche Wege es gibt und welcher davon in Ihrem Fall realistisch ist.

    Können Sie eine falsche Angabe aus ChatGPT löschen lassen?

    Nein. Niemand kann das von außen. Wir finden heraus, aus welcher Quelle die Angabe stammt. Ob diese Quelle sich korrigieren lässt, hängt davon ab, wem sie gehört.

    Wie lange dauert es, bis eine Korrektur ankommt?

    Das lässt sich nicht zusagen. Assistenten greifen unterschiedlich schnell auf aktualisierte Quellen zu. Prüfbar ist es nur, indem dieselbe Frage später erneut gestellt wird.

    Wir haben die Angabe nie veröffentlicht. Woher kommt sie?

    In den Fällen, die wir zurückverfolgt haben, stammten solche Angaben aus Verzeichniseinträgen, Presseartikeln und Portalprofilen, die ein Unternehmen oft selbst nicht mehr auf dem Schirm hat.

    Betrifft das nur Preise?

    Nein. Uns sind auch falsche Leistungsbeschreibungen, veraltete Zuständigkeiten und überholte Zertifizierungsangaben begegnet.

    Was kostet die Prüfung?

    Der Preis richtet sich nach dem Umfang Ihrer Problemstellung. Wir nennen ihn im Gespräch und bestätigen ihn schriftlich.

    Christian Florschütz, Interim Manager für Kundenservice und KI

    Über den Autor

    Christian Florschütz

    Interim Manager für Kundenservice, KI und ESG

    Christian Florschütz arbeitet seit über 20 Jahren in Kundenservice, E-Commerce und digitaler Transformation, zuletzt in Leitungsfunktionen. 2025 zeichnete ihn die DÖIM als Interim Manager des Jahres aus. Bei Parloa ist er als AI Agent Builder zertifiziert und baut KI-Telefonassistenten und Chatbots für den Kundenservice. Die Inhalte auf kundenservice.ai stammen aus echten Projekten, nicht aus Hersteller-Broschüren. Seine Einordnung ist an keinen Softwarehersteller gebunden, und wirtschaftliche Verbindungen stehen an der jeweiligen Stelle. Welche Lösung passt, entscheidet der konkrete Fall.

    • Interim Manager des Jahres 2025 (DÖIM)
    • Parloa-zertifizierter AI Agent Builder
    • Certified AI Leader (Steinbeis)